Community-Mitglied
Beiträge: 1
Registriert: ‎02-02-2017
Hallo.Mein 9 jährigem Sohn hat gerade al ich auf der Toilette war ein Gebot bei einem Artikel abgege
Mein Sohn hat gerade als ich nicht im Raum war ein Gebot auf meinem iPad abgeben.Wie kann ich das rückgängig machen?
Gesamtes Thema betrachten
Senior Member
Beiträge: 14.836
Registriert: ‎31-01-2012
Beantwortet
als Antwort auf ladyjuwel2

ladyjuwel2 schrieb:
Mein Sohn hat gerade als ich nicht im Raum war ein Gebot auf meinem iPad abgeben.Wie kann ich das rückgängig machen?

@ladyjuwel2

 

Gar nicht. Gebote sind verbindlich. Solltest Du die Auktion gewinnen, dann zieh es ihm vom Taschengeld ab.

 

Dann solltet ihr mal ein erstes Gespräch über den Unterschied zwischen Online-Spielen und Online einkaufen führen und dass online einkaufen echtes Geld kostet. Mit 9 Jahren sollte man sowas unterscheiden können.

 

Wenn Du das nächste mal den Junior mit dem ipad allein lässt, dann logg Dich vorher bei ebay aus.

von mr.trend2016 am ‎02-02-2017 21:37
von fori.0815 am ‎02-02-2017 21:57
Der vom TE angegebene Grund berechtigt NICHT zu einer Gebotsrücknahme.
von 2017maha am ‎03-02-2017 01:02
@fori.0815
Der Kaufvertrag ist trotzdem unwirksam, wenn die Eltern die Genehmigung für den Kauf nicht erteilen.
von fori.0815 ‎03-02-2017 09:19 - bearbeitet ‎03-02-2017 09:25

@2017maha


Es geht hier nicht darum, dass sich das Kind nen Account angelegt oder das Passwort der Mutter geknackt und dann mit deren Account eingekauft hat. Das wäre ein klarer Fall von "kein Kaufvertrag, weil minderjährig und Mama sagt nein".

Es geht hier darum, dass die Mama ihrem Kind unbaufsichtigt Zugang zu ihrem eigenen bereits eingeloggten Account ermöglicht hat und das Kind mit dem Account der Mama eingekauft hat. Wenn Mama nicht dafür sorgt, dass ihr Kind nicht an ihren Account kommt, dann muss Mama auch zahlen.

 

Die Mama dürfte sich nämlich wegen Verletzung der Aufsichtspflicht oder zumindest der Sorfaltspflicht (im Umgang mit dem eigenen Ebay-Account) schadenersatzpflichtig gemacht haben. Das Kind muss nicht zahlen - aber die Mama kommt aus der Nummer nicht so leicht raus.

von 2017maha ‎03-02-2017 12:25 - bearbeitet ‎03-02-2017 12:25

@fori.0815
Mama muss nicht zahlen .... da hier der Taschengeld Paragraph nicht greift.
und Verletzung der Aufsichtspflicht ist ein Gummibegriff -
du kannst kein Kind 24 Stunden bewachen. Weder Mama noch Kind müssen bezahlen -
bei einem gewerbl. Verkäufer greift das Widerrufsrecht
http://shopbetreiber-blog.de/2012/04/30/minderjaehrige/

 

aber egal - TE wird schon wissen, was er zu tun hat.

von gitarrist05 am ‎06-02-2017 23:05
So wie das hier einige schildern "muss" die Mama nun die Prachtvilla im Wert von 30 Millionen kaufen die der Sohn da samt Insel gekauft hat....lächerlich;-)
von brabus3.2 am ‎12-02-2017 14:11
Gebotsrücknahme wäre eine Lösung...

Ein Gebot darf nur in folgenden Fällen zurückgenommen werden:,

Sie haben versehentlich einen falschen Gebotsbetrag eingegeben (z.B. 99,50 Euro anstatt 9,95 Euro). Korrigieren Sie in einem solchen Fall den Gebotsbetrag sofort.
Die Beschreibung eines Artikels, für den Sie ein Gebot abgegeben haben, wurde erheblich geändert.

Vielleicht kannst du ja DIESEN FALSCHEN BETRAG in einen KLEINEREN wechseln ;-)
von offiziellus ‎12-02-2017 15:25 - bearbeitet ‎12-02-2017 15:25

@2017mahaliegt nun einmal richtig,
auch wenn das wieder eine Rechtsnorm ist,
die das Weltbild mancher Menschen ankratzt.
Verträge entstehen,
weil Beteiligte eine Willenserklärung abgegeben,
die sich decken bzw. ergänzen.
Wurde diese Willenserklärung aufgrund bestimmter Irrtümer abgegeben
oder durch einen anderen,
der dazu gar nicht berechtigt war,
ist kein Kaufvertrag zustandegekommen.
Wie bei allen Anfechtungen besteht unter Umständen die Pflicht zu Schadensersatz.
Die müßte der Verkäufer aber erstreiten.
Einem Kind in dem Alter kann man viel untersagen,
aber nicht alles kontrollieren.
Die Gerichte haben die Lebenswirklichkeit durchaus im Kopf.
Es wäre völlig fern der Lebenswirklichkeit anzunehmen,
daß Eltern Computer, Tablets etc. immer wegsperren,
ausschalten,
mitnehmen,
weil sie zum Beispiel zur Toilette gehen.

Übrigens ist das auch der Grund,
warum das Gros der gehackten Accounts auch nicht haftbar gemacht werden können
bzw. keine per-se-Haftung für Accountinhaber besteht.



von mooshummel85 am ‎12-02-2017 22:32
Es gibt aber nicht wenig Gerichtsurteile...da haftet der Inhaber des ebay Kontos grundsätzlich für die Benutzung des Accounts durch Unberechtigte. Dazu gehören auch Familienangehörige. Egal.. WIE alt sie sind.


von offiziellus am ‎15-02-2017 12:22
Ich biete BGH, wer bietet mehr ? ;-}

https://openjur.de/u/165214.html

Ziemlich eindeutig.
Natürlich gibt es auch eins vom BGH mit anderer Tendenz.
https://www.jurion.de/urteile/bgh/2009-03-11/i-zr-114_06

Wirkt auf den ersten Blick fast widersprüchlich.
Ist es aber nicht.
Hier ging es nämlich gar nicht um den Vertagsschluß,
sondern um die Frage einer deliktischen Handlung
und ein wiederholtes Zulassen der Nutzung durch die Ehefrau.