14-09-2017 11:42
Hallo!
Ich ersteigerte einen technischen Artikel für 3000€ bei einem gewerblichen Verkäufer.
Beim Erhalt und Öffnen eines Schutzkoffers, der als Produktbestandteil mit zur Auktion gehörte, fiel sofort auf, das ein Anteil des Artikels so abgebrochen war, das der irreparabel kaputt war. Dieser abgebrochene Anteil lag bereits beim Öffnen des Koffers so in einem separaten Fach, das dies nicht beim Transport entstanden sein kann, sondern bereits vor Versand aufgetreten sein muss. Ich bat primär darum, mir als Tausch einen intakten Artikel als Ersatz zuzusenden, dies erfolgte leider nicht.
Ein Ebay - Fall wurde eröffnet, der Casus mit Fotos zu Details dokumentiert, der Artikel mitsamt Koffer zurückgeschickt und durch Ebay der Fall geschlossen / bei PayPal die Rücküberweisung eingeleitet.
Nun - 4 Monate später - erhielt ich ein Schreiben, ich solle sofort den Betrag überweisen, sonst würde er Klage einrichen. Der Artikel sei intakt versand worden, als Belege fügte er Bilder bei, die ohne erkennbare Seriennummer bereits für die Anzeige verwendet wurden - mit dem Hinweis auf abweichende Seriennummern
In meinen Augen hat der Verkäufer den Artikel defekt versendet und ich habe primär nichts Weiteres zu veranlassen. Liege ich hier falsch ?
@artiranmor schrieb:Hallo!
Ich ersteigerte einen technischen Artikel für 3000€ bei einem gewerblichen Verkäufer.
Beim Erhalt und Öffnen eines Schutzkoffers, der als Produktbestandteil mit zur Auktion gehörte, fiel sofort auf, das ein Anteil des Artikels so abgebrochen war, das der irreparabel kaputt war. Dieser abgebrochene Anteil lag bereits beim Öffnen des Koffers so in einem separaten Fach, das dies nicht beim Transport entstanden sein kann, sondern bereits vor Versand aufgetreten sein muss. Ich bat primär darum, mir als Tausch einen intakten Artikel als Ersatz zuzusenden, dies erfolgte leider nicht.Ein Ebay - Fall wurde eröffnet, der Casus mit Fotos zu Details dokumentiert, der Artikel mitsamt Koffer zurückgeschickt und durch Ebay der Fall geschlossen / bei PayPal die Rücküberweisung eingeleitet.
Nun - 4 Monate später - erhielt ich ein Schreiben, ich solle sofort den Betrag überweisen, sonst würde er Klage einrichen. Der Artikel sei intakt versand worden, als Belege fügte er Bilder bei, die ohne erkennbare Seriennummer bereits für die Anzeige verwendet wurden - mit dem Hinweis auf abweichende Seriennummern
In meinen Augen hat der Verkäufer den Artikel defekt versendet und ich habe primär nichts Weiteres zu veranlassen. Liege ich hier falsch ?
Servus @artiranmor
Man könnte dem Verkäufer ein wenig Lesestoff übermitteln:
Aber:
Im Regelfall dokumentiert man bei mangelhafter Lieferung eben die Mängel,
sendet entsprechende Fotos an den Verkäufer
und verlangt entweder Neulieferung oder Nachbesserung.
Du schreibst,
Du habest auch primär eine Neulieferung gewollt.
Der Verkäufer kann vielleicht nicht neu liefern,
weil es sich um eine Stückschuld handelt
oder er lehnt die Neulieferung ab,
weil sie unverhältnismäßig wäre.
Das darf er, wenn er es begründen kann.
Bliebe nur Nachbesserung,
muss der Verkäufer den Artikel zur Reparatur wiederbekommen.
Über den Dialog innerhalb des Falles schreibst Du hier nichts.
Das Problem dabei ist aber,
dass die von Ebay ermöglichten Prozesse zur Konfliktlösung,
"Probleme klären" oder "diesen Artikel zurückgeben",
beide fast immer recht schnell in einer kompletten Rückabwicklung münden.
In meinen Augen zu schnell.
Dass sich der Verkäufer selbst - nicht sein RA - erst nach vier Monaten bei Dir offenbar mit der Forderung
auf Erfüllung - erneut mit Vorkasse - bei Dir meldet,
mag taktisches Vorgehen sein,
weil man nun mit hoher Wahrscheinlichkeit Probleme haben dürfte,
das Originalangebot aufzurufen
und eventuell auch die Bilder und Schreiben aus dem Verlauf vielleicht nicht mehr hat.
Es mag nun auch sein,
dass er Dir zu unterstellen versucht,
Du habest den Artikel beschädigt
bzw. ihm ein defektes Gerät untergejubelt.
Das müsste er dann aber beweisen.
Seine Fotos dürften dafür vermutlich nicht ausreichen.