06-05-2013 22:20
Hallo,
ich verkaufte ein Auto per Sofortkauf. Der Käufer holte das Auto ab und zahlte bar. Alles soweit korrekt. Im nachhinein viel mir auf, dass der Käufer 50 € zuviel bezahlte. Ich rief Ihn an, fragte wie er nach Hause gekommen ist und ob er zufrieden ist. Ausserdem sagte ich ihm, dass ich das zuviel gezahlte Geld gerne zurück überweisen würde. Der Käufer bejahte und bedankte sich. Er war sehr zufrieden mit dem Auto und freute sich, dass ich das Geld zurück geben wollte.
Etwa 3-4 Stunden später ging mein Telefon. Ein Mann beschimpfte mich aufs äusserte. Das Auto wäre kaputt. Der Zylinderkopf wäre gerissen. Er wollte sofort das Geld zurücküberwiesen haben, anschließend wollte er den Wagen per Sammeltransporter zurückbringen. Zum Schluss drohte er mir damit, mich umzubringen!!!
Nachdem ich mich vom ersten Schock erholt hatte, stellte ich fest, dass der Käufer eine ganz ander Tel.-Nr. hat wie der zweite Anrufer. Diese zweite Nummer ist eine 'Voice over IP' Nummer...(nicht zurückzuverfolgen) Ich gehe davon aus, dass der Käufer nichts mit der Bedrohung zu tun hat. Er hat mich inzwischen positiv bewertet.
Da scheint jemand Autoverkäufe zu beobachten und dann verkaufte, noch nicht bewertete Käufe für seine Zwecke zu missbrauchen.
Nach weiteren Recherchen im Netz stellte ich fest, dass dieser Betrug schon längere Zeit -nicht selten mit Erfolg- stattfindet.
Was nun?
Ach so, fällt mir noch ein: Strafanzeige wird in der Regel gegen "unbekannt" erstattet. Die Polizei findet den Täter schon heraus, das ist deren Alltagsarbeit. Du persönlich hast sicher keinen Bedarf und auch keine Pflicht, über den Provider zu ermitteln, wie der Täter heißt oder wo der lebt etc., der Provider dürfte dir das auch dann nicht mitteilen, wenn er es wüsste. Hauptsache, der Täter wird von den Behörden 'stillgelegt'. Daran besteht ein Interesse der Gesellschaft.