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Gewerblich oder privat?

jerulla
Auf Erkundungstour

Wir haben heute bei Wiso gehört, daß der Verkauf von 80 privaten Artikeln  per Monat schon "gewerblich" sein kann. Dabei geht es nicht um Einkünfte - die sind gering, sondern um die Anzahl.

Wenn man alte Briefmarken verkauft, z.B. kann das schon schwierig sein . Verkauft man ein Album für ca. 200 Euro im Monat= kein Problem. Im nächsten Monat ein Schmuckstück für 150 Euro - auch kein Problem.

Verkauft man 100 Einzelmarken für 80 Euro zusammen, dann ist man in Gefahr "gewerblich" zu sein? Versteht kein Mensch. Die Steuer interessiert es eh nicht, bei den kleinen Beträgen, die darf man als Rentner z.B. dazu verdienen. Was sagt Ihr dazu?

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Die Steuer interessiert es eh nicht, bei den kleinen Beträgen, die darf man als Rentner z.B. dazu verdienen.


 

Ach... und die Umsatzsteuer darf man als Renter auch gleich mit "dazu verdienen", anstatt sie an's FA abzuliefern? B-)

 

However... ich find das völlig in Ordnung und auch nötig. Es muss eine objektive Grenze gezogen werden, da ansonsten

 

- viele Gewerbliche gern den Privatzug nehmen, um sich lästige Verbraucherrechte und sonstige Pflichten vom Hals zu schaffen

 

- jene Gewerblichen, die ehrlich sind und sämtliche Pflichen auf sich nehmen, die Idioten wären, wenn sie von "Privaten" überholt werden

 

Zu deinem Unverständnis anhand des Markenbeispiels: zwei dieser objektiven Kriterien müssen natürlich Anzahl und Regelmäßigkeit der Verkaufsaktivität sein. Verkaufst du ein Album mit 100 Marken, bietest du ein einziges Angebot an. Verkaufst du jede Marke einzeln, sind es nunmal 100 Angebote. Ein Angebot kann - alleine aus dem Blickfeld - nicht gewerblicher Natur sein - 100 allerdings schon. Verteilst du das dann noch auf 40 Tage, dann ist zudem das objektive Kriterium der Regelmäßigkeit erfüllt.

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