12-08-2018 19:21
Hallo,
im Urlaub habe ich einen Artikel am Montag ersteigert. Ich habe mich sehr gefreut, weil ich den Artikel lage gesucht, verfolgt und wirklich haben wollte.
Nach der Ersteigerung habe ich versucht, sofort zu bezahlen. Paypal klappte nicht. Ich sah dann, dass nur Überweisung ging. Eigentlich geht Überweisung, wenn ich zu Hause bin, aber ich war ja im Urlaub und hatte dieses Gerät nicht dabei.
Also schrieb ich der Verkäuferin eine Email, in der ich mich entschuldigte, meine Urlaubs-Situation erklärte, dass Paypal nicht funktioniert. Ich habe geschrieben, dass ich Samstag nach Hause komme und sofort überweisen werde. Ich dachte, damit wäre die Kuh vom Eis. Das Problem war eine Zahlungsfrist von 4 Tagen.
Eine Reaktion vom Verkäuferin auf meine Email kam nicht. Das war schon befremdlich. Die Verläuferin hatte schon nichts Persönliches nach dem Kauf geschickt.
Noch im Urlaub habe ich versucht, diese Bezahlapp meiner Bank erstmals zu nutzen. Es ging auch nicht. Jedenfalls nicht mit der Bank.
Die Verkäuferin schrieb unter den Artikel, dass sie nach 4 Tagen jeden Käufer wegen eines unbezahlten Artikels melden würde. Na ja, ich habe mein Verhalten schriftlich erklärt und um Aufschub gebeten. Das fande ich schon befremdlich und hatte ein ungutes Gefühl.
Und zack ... trotz erklärender Email mit Bitte um spätere Überweisung - war mein Kauf wegen eines nicht bezahlten Artikels am Freitag gemeldet.
Hat der Verkäuferin die Email nicht gelesen? Passiert das automatisch? Ich dachte noch "egal". Samstag bin ich zu Hause. Dann überweise ich und die Sache ist abgeschlossen. Eine weitere Frist wurde gewährt bis Dienstag.
Am Sonntag wurde der Betrag überweisen. Ich habe innerlich einen Haken an die seltsame Angelegenheit gemacht, weil ich ja bezahlt habe. Die Verkäuferin hat ihr Geld, Ebay die Gebühr und ich meinen Artikel.
Theoretisch hätte die Verkäuferin am Montag den Betrag auf ihrem Konto haben müssen. Am Dienstag bekam ich die Meldung, der Verkauf wurde abgebrochen, weil ich den Artikel nicht bezahlt hätte.
Ich merkte, dass mir diese Emtwicklung nicht mehr "egal" war - Bekommte ich den Artikel nicht mehr? Behält die Verkäuferin mein Geld?
Ich fand, dass die Verkäuferin es sich mit ihrem "law & order" Verhalten sehr einfach machte.Ich habe erstmal eine verärgerte Email geschrieben und auf das Problem von Verbuchungen von Gutschriften bei kleinen Banken hingeweisen. Um mich zu wehren, habe ich mich durch die Hilfe geklickt und kam für meine Situation nur auf "Betruf melden". Das ich das machte, war mir sehr unangenehm.
Am Mittwoch meldete sich die Verkäuferin mit einer sehr sehr sehr langen Email mit unsäglich unsachlichem Inhalt. Ihr Fazit war, ich habe zu spät bezahlt und sei damit "Schuld". Das kann man so vereinfach sehen. Ihr eigenes Verhalten ohne Käuferbetreuung beleuchtete sie nicht kritisch. Alles andere waren unschöne Ausführungen zu meiner Person, zu meinem Sprachstil, meinen schlechten Manieren, diverse Unterstellungen über meine negativen Charaktereigenschaften samt Therapieempehlung. Very strange.
Ich möchte das nicht noch einmal erleben.
Was hättet Ihr mit Euren Erfahrungen wann anders gemacht?
1) Angebote besser lesen - und Verkäufer mit "law&order-Hinweisen" strikt meiden?
2) Verkauf bei erkennbaren Problem abbrechen?
3) Verkäufer melden, der nicht auf Anfragen antwortet? (Die Verkäuferin wollte alles "vorher" geklärt haben, da dachte ich nicht, dass ich ein Problem habe.)
4) Kauf abbrechen, wenn sich Verkäufer auf eine Anfrage nicht meldet?
Ausstehend ist dann auch noch die Bewertung. Was soll ich zu so etwas schreiben? Law&Order-Verkäuferin ohne Käuferbetreuung?
Was würde Sie mir reinschreiben? Bezahlt mit Verzug? Schlechter Charakter?
Eigentlich möchte ich nicht, dass diese Verkäuferin meine schöne Bewertungen bei rund 200 Käufen mit den magischen 100 % kaputt macht und eigentlich möchte ich ihr auch nix in ihrer Agenda schreiben, zumal bei ihren 300 Käufen und Verkäufen offenbar alles gut ging, abgesehen von ihren vielen Nichtzahlern, die sie zu diesem "Law& Order" Verhalten trieben?
Um Tipps wäre ich dankbar!
Zoraidesfee
Ohne das Angebot gesehen zu haben, möchte ich mich nicht dazu äußern, ob ich da gekauft hätte. Grundsätzlich kaufe ich aber nicht bei Verkäufern, bei denen das "Kleingedruckte" umfangreicher ist als die Artikelbeschreibung.
Was die Überweisung angeht, so ist das Geld nicht am Montag bei der Verkäuferin wenn Du am Samstag überweist. Banken buchen nämlich am Wochenende nicht. Das Geld ging am Montag von Deinem Konto ab - bei der Verkäuferin kamm es dann am Dienstag oder sogar erst am Mittwoch an (Du sprachst das Problem mit den kleinen Banken bereits an).
Ws den Kaufabbruch angeht, so kannst Du nur bei gewerblichen Verkäufer den Kauf widerrufen. Bei Privat-Verkäufern (und danach hört es sich an) hast Du kein Widerrufsrecht - Du darfst also den Kauf nicht einfach abbrechen. Das ginge nur mit Zustimmung des Verkäufers, der den Kaufabbruch dann auch noch einleiten müsste.
Was Du nun konkret falsch gemacht hast:
-Im Urlaub gekauft und nicht auf die angebotenen Zahlungsmethoden geachtet.
-Vorausgesetzt, dass es ok wäre, erst nach einer Woche zu bezahlen.
Ich persönlich warte auch mindestens 10 Tage nach einem Verkauf, bis ich mal höflich nachfrage, ob es denn ein Problem mit der Zahlung gibt weil das Geld noch nicht bei mir angekommen ist. Dann warte ich nochmal mindestens 3 Tage und öffne dann erst einen Fall.
Allerdings ist mir als Käufer duchaus bewusst, dass man bei ebay bereits nach 4 Tagen einen Fall öffnen kann. Deswegen bezahle ich auch sofort.
Was nun deinen Fall zum jetzigen Zeitpunkt angeht, so kann die Verkäuferin selbstverständlich nicht einfach Dein Geld behalten und nichts liefern. Sie müsste Dir eigentlich den Artikel liefern - es sei denn, sie wäre ausdrücklich vom Kaufvertrag zurückgetreten. Durch den Ebay-Fall ist der Kaufvertrag nämlich nicht aufgelöst.
Sollte die Verkäuferin die Lieferung verweigern, dann muss sie Dir wenigstens das Geld zurückzahlen. Bekommst du weder Geld noch Ware, kannst Du sie anzeigen.
>> war mein Kauf wegen eines nicht bezahlten Artikels am Freitag gemeldet.
so stand es in der Auktion, ist aber meiner Meinung nach zu kurze Frist.
>>Theoretisch hätte die Verkäuferin am Montag den Betrag auf ihrem Konto haben müssen.
Praktisch auch wenn online ...
Banküberweisungsfristen: 1 Tag für Überweisungen in Euro innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums wenn Online. Was anderes macht man heutzutage ohnehin nicht mehr. Beleggebunden ist sowas von out..
>>Am Dienstag bekam ich die Meldung, der Verkauf wurde abgebrochen, weil ich den Artikel nicht bezahlt hätte.
Fehler: Warum hast nicht in Problemfall geantwortet?
>>Ausstehend ist dann auch noch die Bewertung. Was soll ich zu so etwas schreiben?
nicht im Problemfall reagiert? = Keine Bewertung möglich
>>Behält die Verkäuferin mein Geld?
Du kannst noch Problemfall "Nicht erhaltene Ware" eröffnen
Was willst du jetzt lesen?
Zukünftig nur bieten oder kaufen, wenn du die Möglichkeit zur Zahlung hast. Ganz einfach.
Die Verkäuferin negativ zu bewerten, halte ich für unterirdisch.