04-05-2021 13:23
Ich habe von einem Privatverkäufer einen Artikel gekauft, welcher laut Artikelbeschreibung ein Meteorit sein sollte. Vor dem Kauf hatte ich eine wissenschaftliche Veröffentlichung gefunden, dass es in der Gegend des Fundortes einen Meteor gegeben hat. Im Glauben, dass es ein Meteorit sei, habe ich ca. 100 € bezahlt.
Nach dem Kauf habe ich den Stein von einem Museum bestimmen lassen: Er ist kein Meteorit, sondern nur ein Stück irdisches magnetisches Vulkangestein, welches laut Museum höchstens einige Euro wert ist.
Wie ist die Rechtslage: Habe ich eine Chance, den Großteil des Kaufpreises vom Verkäufer zurückzuerhalten, wenn dieser nicht freiwillig zahlen will?
Oder trage ich als Käufer immer das volle Risiko bei einem Kauf bei einem privaten Verkäufer?
Der Verkäufer hat der Bestimmung des Finders vertraut, dass es ein Meteorit ist. Weder ich noch der Finder noch der Verkäufer sind Experten für Meteoriten.
Tagchen @2015lachm
Wenn man dir eindeutig und unzweifelhaft einen Brocken Meteoritgestein angeboten und verkauft hast, könntest du auch verlangen, dass du einen solchen bekommst.
Da müsste man wissen, wie der Artikel genau beschrieben war. Nenn doch mal die Artikelnummer.
Bekommst du etwas anderes und der Verkäufer könnte nicht nacherfüllen, sollte eine Rückgabe anstehen.
Wenn du den Rechtsweg gehen willst, ist das mit der Bewertung des Brockens durch ein Museum doch eine gute Basis.