11-03-2013 06:15
Hallo ,
es ärgert mich maßlos das ein Mitglied welches mir aufgefallen ist hier gewerblich Handelt und als privat verkauft, ich habe dies schon mehrfach gemeldet , aber es passiert rein garnichts.
Was kann man tun? Warum unternimmt ebay hier nicht, denn das ist auch Käuferschutz, oder?
Ausserdem Steuerhinterziehung, Gwährleistungsbetrug und sonstige rechtliche Vergehen.
Gruß
Also ich finde, man kann diese Sache nicht so pauschal aburteilen nach dem Motto "Wer private Verkäufer meldet, die gewerblich handeln, ist ein Denunziant".
Man muss auch bedenken, dass der Aufwand für eine gewerbliche Tätigkeit (zum Vorteil des Kunden) deutlich höher ist, als bei einem privaten Verkäufer, der für seine (teilweise umfangreichen) Verkäufe nichtmal Steuern zahlt. Auf diese Weise kann ein privater leicht andere, redliche, gewerbliche Verkäufer "tot konkurrieren".
Ich habe mich sogar als privater Verkäufer schon über sowas geärgert: Ich habe mal eine größere Zahl von neuwertigen, gleichartigen Artikeln aus einem Nachlass geschenkt bekommen, die aber "Sammlerwert" hatten. Der Verkauf bei Ebay lief anfangs sehr ordentlich und ich habe so etwa 8 Stück im Monat davon verkauft. Plötzlich kam ein anderer, privater Verkäufer, der ähnliche Artikel zu 2/3 meines Verkaufspreises angeboten und auch noch meinen Angebotstext 1:1 übernommen - also quasi geklaut - hat. Das hat mich schonmal gleich geärgert und ist urheberrechtlich nicht ganz ohne - zumal wenn man sich bei der Formulierung seines Angebotstextes richtig Mühe gemacht und ihn sogar mehrsprachig abgefasst hat. Auf meine Beschwerde hin hat er seinen Text dann geändert, ohne sich jedoch persönlich dazu zu äußern.
Ich konnte bei seinem Preis nicht mithalten, weil für mich bei einem Verkauf alle paar Tage der Aufwand viel zu groß ist, für einen Gewinn von 2-3 Euro je Artikel noch zum Briefkasten zu rennen oder gar zur Post zu fahren. Wer aber täglich mehrere Artikel verkauft, für den kann sich eine so niedrige Gewinnmarge trotzdem lohnen, wenn er das steuerfrei als privater Verkäufer durchführt.
Später stellte ich dann fest, dass die betreffende Person monatlich geschätzt 40-50 gleichartige oder ähnliche, neuwertige Artikel als privater Verkäufer absetzt.
Es ist also durchaus so, dass die gewerbsmäßige Tätigkeit eines privaten Verkäufers, der mit Masse seinen Gewinn einfährt, nicht nur anderen gewerblichen Verkäufern schadet, sondern auch echten, ehrlichen, privaten Verkäufern, die einen ähnlichen Artikel verkaufen wollen, für die sich aber der Verkauf nicht mehr lohnt, wenn sie mit einem pseudo-privaten Händler konkurrieren müssen, der seinen Umsatz mit "Masse" bei minimalen Gewinnmargen macht.