03-03-2014 17:35
Hallo zusammen,
mir brennt seit Langem ein Thema auf der Zunge, welches ich unbedingt mit Euch diskutieren möchte.
Wie findet ihr die Tatsache, dass Käufer gegenüber den Verkäufern auf Ebay deutlich bevorzugt werden und ihnen mehr Rechte eingeräumt werden? Mich regt das so auf, dass ich schon öfter darüber nachgedacht habe, gar nicht mehr auf Ebay zu verkaufen - denn teilweise muss man sich als Verkäufer echt üble Sachen von den Käufern gefallen lassen.
Fangen wir einmal damit an, dass man als Verkäufer dem Käufer keine negative Bewertung geben kann, egal wie die Transaktion verlaufen ist. Das hatte ursprünglich angeblich den Grund, dass Verkäufer nicht die Möglichkeit haben sollen, den Käufer aus Rache schlecht zu bewerten. Ich traue mich teilweise gar nicht mehr, einen Käufer an seine Zahlung zu erinnern, aus Angst, dass der mich dann schlecht bewertet.
Ausserdem ist es mir im Sommer passiert, dass ein Käufer seinen gegen mich eröffneten Fall auch nach Erhalt der Ware nicht schließen wollte, mit dem Argument, die "Mühe mache er sich nicht mehr". Er hat dann sowohl seine ersteigerte Ware als auch eine Rückerstattung von PayPal kassiert. Ich habe ihn zwar gemeldet - passiert ist aber nichts, er ist immer noch auf Ebay aktiv... Und so was lässt Ebay zu!
Neulich verlangte ein anderer Käufer von mir, die Ware versichert zu versenden, obwohl er unversichert bezahlt hat. Ich habe das abgelehnt und ihn gefragt, warum er der Meinung ist, ich müsste mein eigenes Geld in einen versicherten Versand investieren. Darauf kam die Antwort, weil ich als Verkäufer "am kürzeren Hebel" sitze... Zu so was fehlen mir dann einfach die Worte.
Es dauert ewig, bis notorische Spaßbieter und Nichtzahler vom Kaufen auf Ebay ausgeschlossen werden; Man wartet teilweise ewig auf die Bezahlung der Artikel, schreibt die Käufer an, erhält keine Reaktion und meldet irgendwann den nicht bezahlten Artikel, ohne dass dem Käufer daraus irgendwelche ernsthaften Konsequenzen drohen. Als Verkäufer bekommt man aber recht schnell Verkaufslimits und sonstige Repressalien aufgebrummt. Wieso gibt es keine Kauflimits für notorische Nichtzahler?! Ebay hebelt mit seinen Regelungen die Gesetzeslage aus, welche BEIDE Seiten eines Kaufvertrags gleich schützt. Eine bodenlose Unverschämtheit! Oder was sagt ihr dazu?
Hallo zusammen,
ich kann dir nur zustimmen. Käufer haben bei eBay alle Rechte, Verkäufer keine.
Auch bei rückabgewickelten Geschäften behält der Käufer das Recht zur negativen Bewertung; Zitat eBay: "Auch wenn die Transaktion rückabgewickelt wurde, hat der Käufer das Recht, seine Erfahrungen in der Bewertung auszudrücken."
Aber es kommt noch besser:
1. Es reicht für eBay, dass ein Käufer behauptet, die Ware sei nicht wie beschrieben. Ob diese Behauptung überhaupt der Wahrheit entspricht, ist völlig egal. Es gilt ausschließlich das Wort des Käufers.
2. Käufer dürfen auch im Rückabwicklungsfall die Rückerstattung der Verkaufsprovision verweigern. Stellt euch 'mal vor, es geht bei der Provision nicht um ein paar Cent, sondern um zwei bis dreistellige Eurobeträge - dann herzlichen Glückwunsch.
3. Die für Käufer abgegebene Bewertungen dürfen keinen Warn-Hinweis enthalten, sie werden umgehend von eBay gelöscht, denn man darf Käufer ja nicht negativ bewerten.
4. Für die Entfernung einer negativen Bewertung, die der Ex-Verkäufer erhalten hat, ist hingegen die Zustimmung des Ex-Käufers erforderlich, die diese selbstverständlich verweigern können und dies auch gerne tun (werden).
Mein Fazit ist: eBay legt auf Privatverkäufer keinen Wert (mehr).
Ich hoffe, es gibt endlich einmal eine brauchbare Alternative für Privat-Verkäufer.