04-05-2017 14:50
Ich habe mich vor einigen Tagen mit einem Verkäufer einer hochwertigen Ware zu einer Besichtigung derselben verabredet.
(hochwertiges optisches Gerät).
Solche Geräte kann man nur kaufen, wenn man sie vorher gesehen hat, zumal wenn eine Rückgabe ausgeschlossen ist und der Verkäufer eine Besichtigung ausdrücklich erbittet.
Ich habe dieses Gerät, da mir zu teuer, dann nicht gekauft.
Jetzt bekomme ich eine Ermanung vom ebay-Service die besagt, dass ich mich nicht mit dem Verlkäufer für eine Besichtigung hätte verabreden dürfen.
Ich bin nun seit über 10 Jahren be ebay als Käufer aktiv und handhabe es immer so, dass ich teure Dinge der Begierde vor einem Kauf besichtige, soweit das möglich ist (Entfernung) und von der Art des Angebotes nötig.
Insofern hoffe ich, dass die Ermahnung von ebay ein Witz ist.
Gibt er Erfahrungen dazu? Wie handhabt Ihr das?
Beste Grüße
Ich habe dieses Gerät, da mir zu teuer, dann nicht gekauft.
Ach was..... der Artikelpreis war dir doch vorher bekannt, sowas liebe ich ja
Das ist in der Tat ein Problem.
Niemand muss die Katze im Sack kaufen, wenn ein Verkäufer sich bedeckt verhält. Ob nun aus Unwissenheit oder aus Kalkül, das ist dann völlig nebensächlich. Und solange der VK das von sich aus anbietet, wäre auch mit Privatsphäre alles im Reinen.
Hinterher wäre nur der Käufer der Gelackmeierte, wenn er aufgrund verweigerter Rücknahme von einem Privatanbieter das alles noch rechtlich umsetzen darf. Nur eBay hat sein hoch-notwendige Provision sicher und wäre fein raus. Gibt es etwa eine Statistik, die z.B. auch aussagt, um wieviel höher ein Gebot ausfallen kann, weil sich nach Besichtigungen die Leute um ein wahres Goldstück ins Gebots-Fechten kriegen? Nicht jeder versucht nämlich, eBay durch Besichtigungen hinten herum um einen Abschluss zu bringen.
Würden die andersweitig ihr System fehlerfrei zum Laufen bringen, die Suchroutinen den allgemeinen Gepflogenheiten und langjährig vertrauten Suchmechanismen wieder anpassen und diese unsäglichen 300 Freiauktionen für Privatanbieter abschaffen, dann sollten sich deren Einnahmen (nach meinem Empfinden) wieder spürbar erhöhen und müssten nicht Sorge tragen, um 20 Cent Verkaufsprovision betuppt zu werden.
Denn wenn von 300 Billigst-Artikeln (weil überteuerte Allerweltsware) nach vier Monaten z.B. 290 noch nicht verkauft worden sind, vermute ich weniger Einnahme aus Verkaufsprovision als bei zehn zu Konvoluten a 30 Einzelartikeln zusammengefassten Angeboten.
Dies aber nur am Rande, betrifft es ja nicht das vermutlich hochwertigere von Dir beobachtete Angebot.
es war vom ebay-Service, die sich noch nicht einmal die Mühe gemacht haben, in seinem Formschreiben die Anrede von XX auf den richtigen Namen zu ändern.
Was mich empört ist die ziemlich offene unterschwellige Unterstellung, ich hätte ebay betrogen, die aus den Anschreiben hervorgeht.
Ich habe in nunmehr 17 Jahren etwa 200 Käufe über ebay getätigt und muss mir gewiss nicht von irgendjemanden Betrug vorwerfen lassen.
Als Lösung zu dem Problem „Katze im Sack kaufen“ schlägt der ebay-Service tatsächlich vor, sich vorher ausreichend schriftlich über das ebay-System zu dem Zustand der Ware auszutauschen.
(Ich möchte wissen, wie ein Mitarbeiter von ebay, der noch nicht einmal in der Lage ist eine Anrede vernünftig zu schreiben, hinterher im Streitfall über die Abbildungsleistung eines gebrauchten optischen Gerätes anhand von Schriftwechsel entscheiden will.)
Die Lösung wäre in meinen Augen einfach: Ein Verkäufer, der eine Auktion wegen „Artikel steht nicht mehr zur Verfügung“ beendet, muss den Grund hierfür gegenüber ebay nachweisen. (Auch ich habe mich bereits über Auktionen, die plötzlich auf diese Weise weit unter meinem gesetzten Ziel abgebrochen wurden, geärgert.)
Es scheint mir recht einfach zu sein, eine Auktion auf diese Weise zu beenden, aber schließlich zahlt ja vordergründig der Verkäufer und ist damit König.
Eigentlich hatte ich gehofft zu erfahren wie ich ggf. auf „legale“ Art mit einem privaten Verkäufer in Kontakt für eine Besichtigung kommen kann.
Es erscheint mir derzeit so, dass ebay sich im Laufe der Jahre immer weiter von einem Gebrauchtwaren-Marktplatz privater Anbieter zu einem Händlermarktplatz für billige Massenwaren entwickelt.
(Nebenbei: Viele der Händler haben neben ebay auch eigene Verkaufsplattformen, in welchen sie die bei ebay angebotenen Ware oftmals sogar günstiger verkaufen als bei ebay. Wenn das nicht auch eine Form der Umgehung von Provision ist …)